Marine-Nachrichtenstelle Accum

Unweit entfernt dieser Kriegsmarine-Nachrichtenstelle in Accum wurde zu Bundeswehr-Zeiten eine ähnliche Anlage errichtet. Diese Tatsache ist in Verbindung mit der Kriegsmarine-Nachrichtenstelle fast gleichen Zweckes bemerkenswert. Wurden hier eventuell alte Leitungsstränge usw. von Accum nach Wilhelmshaven wieder genutzt?

2016

Der Gebäudekomplex stand in seiner Funktion in Zusammenhang mit der nahen Marine-Nachrichtenstelle Langewerth und damit auch mit dem Außengebäude in Antonslust und dem Knotenpunktbunker bei Burg Kniphausen. Eine Vernetzung mit der Befehlsstelle Nord in Sengwarden existierte. Die Anlagen wurden bewusst außerhalb Wilhelmshavens errichtet. Zunächst teilweise aus LS-Gründen, später aber - hauptsächlich aus Vorsorge im Falle einer Besetzung Wilhelmshavens durch den Feind - ausgebaut und erweitert. In der Nachrichtenstelle Accum sind noch Ende 1944 Tobrukstände zum Rundumschutz aufgestellt worden. Im Falle einer Besetzung der zur Festung erklärten Stadt Wilhelmshaven sollte dies die Ausweichnachrichtenstelle / Nachrichtenzentrale in genügend Entfernung zum erwarteten Kampfraum sein.

1945

Mindestens vier Tobrukstände zur Nahverteidigung und gegen Tiefflieger wurden um die Anlage herum Ende 1944 angelegt.

Ehrenmal nördlich der Anlage:

Garage für Dienstfahrzeug zugehörig zur Anlage:

Lüftungen (eventuell Nachkriegsnutzung BW ?) in den Gauben im Dach und an den Wänden der Hofattrappe:

Im massiven Schutzraum unter der Hofattrappe sollen noch heute Kabelstränge in der Wand in Richtung Langewerth / Wilhelmshaven zur dortigen damaligen Nachrichtenstelle vom Zweck im Zweiten Weltkrieg zeugen:

Der Umfassungsgraben wird eigens für die Anlage bei deren Bau ausgebaggert worden sein. Alles sollte aus Tarnungsgründen aussehen wie ein mittelalterlicher Wurtenhof. Ein ähnliches Konzept wie beispielsweise auch bei der Flakleitzentrale Rosenhügel im Wilhelmshavener Stadtpark...

Die beiden ehemaligen Offizierswohnhäuser. Diese besitzen jeweils einen Luftschutzkeller:

Perfekte Tarnung:

Luftschutzklappen und Splitterschutzvorbauten an den Gebäudewänden sind nicht mehr vorhanden.

Nach dem Krieg wurde der Komplex lange Zeit durch die Bundespost (als Fernmeldeanlage) genutzt und gewartet - für einen eventuellen Katastrophenfall.

Einheitssirene 57 auf Gehöft neben der Anlage:

Eventuell zum Komplex gehörig: Wohl ehemaliges Trafohaus unweit der Anlage:

2016

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