Der Bunker bei Google Earth: Hochbunker Willehad-Hospital Wilhelmshaven.kmz

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Der Bunker bei Virtual Earth: Hochbunker Willehad-Hospital Wilhelmshaven

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Vielen Dank an Herrn Peter Raddatz für die Unterstützung und Bereitstellung von Bildmaterial für diese Rubrik!

1945

1950er Jahre (1956 oder nach 1956)

1950er Jahre / angeordnete Entfestigung oder (was aufgrund des Aufnahmedatums viel wahrscheinlicher ist) bereits speziell die Öffnung des Bunkers für den späteren Anbau / Neubau (das Foto wurde aus dem Dachboden der Ansgarischule aufgenommen). Ersichtlich ist, dass die Nordseite am Baugerüst in allen Geschossen entfestigt wurde. In der obersten Etage, sowie im Erdgeschoss und der ersten Etage entstanden später Türen zum Neubau. Der Rest der Entfestigungsschnitte wurde wieder verschlossen. Ob der Bunker einen Lüftungsturm besaß oder noch besitzt, ist unklar. Der Bunker hat jedoch einen aufgesetzten Beobachtungsstand besessen. Dieser wurde schon vor Fertigstellung des Bauwerkes auf dem angrenzenden Altbau des Krankenhauses errichtet. Durch das Gewicht war jedoch die Gebäudestatik gefährdet. Sofort nach Fertigstellung des Hochbunkers wurde der Stand daraufhin auf das nun nebenan liegende Bunkerdach umgesetzt. Auf dem oberen 1945er Luftbild ist leider nichts von einem Beobachtungsstand oder einem Lüftungsturm zu erkennen. Es liegt uns jedoch ein weiteres, eher aufgenommenes Luftbild vor, das eindeutig den Schattenwurf eines Objektes auf dem Bunkerdach zeigt:

1944

War dies der Beobachtungsstand?

Ein weiteres uns vorliegendes Luftbild vom 1. April 1944 zeigt einen extrem langen Schattenwurf in Richtung Osten am Objekt auf dem Dach. Es wird auf jeden Fall höher als reguläre Lüftungstürme gewesen sein...

War der Beobachtungsstand eventuell auf dem 1945er Bild oben zerstört und abgetragen?

Aufnahme von 2006 / gleiche Blickrichtung

Der rückwärtige alte Krankenhausbau an der Weserstraße war seit Bau des Bunkers an dessen Ostwand mit ihm verbunden. Dort sind schon ursprünglich Türen zwischen jeder Bunkeretage und Gebäudeetage geschaffen worden.

Seitlich - westlich an der Ansgaristraße, nördlich (siehe oben am Gerüst), sowie südlich an der Weserstraßenseite und auf dem Dach befanden sich ursprünglich am Bunker Rote Kreuze zur Krankenhausstatussignalisierung. An der Weserstraße zudem noch einmal in kleinerer Ausführung am Splitterschutzvorbau. Nach dem Krieg wurden die Kreuze übermalt und so zu "Quadraten".

1947

1956

1980er Jahre

2016

Weitere Bilder ganz unten

Etwa 40 Meter nordöstlich des Bunkers befindet sich ein zur Anlage gehörendes Massivbauwerk auf freier Fläche. Es handelt sich um einen nicht bombensicheren Schutzraum. Vier Öffnungen mit Stahlschutzklappen befanden sich an seiner Ostseite. Ursprünglich waren die Außenwände verklinkert. Zudem befindet sich hier ein vorgebauter kleiner unterirdischer Ausstieg. Hierhin führten weiterhin zwei unterirdische Schächte direkt vom Hochbunker und zwei zusätzliche Schächte von einem äußerlich nicht erkennbaren Luftschutzkeller eines Krankenhausgebäudes an der Ansgaristraße fast direkt westlich daneben und einem weiteren LS-Keller mit äußerlichen Luftschutzklappen im Altbau südlich. Die Keller standen mit dem Schutzraum im Verbund. Das beschriebene Gebäude mitsamt Keller 1 wurde nach dem Krieg abgerissen. Die Zu- und Abluftanlage mit seinen Öffnungen an der Westseite des Bauwerkes wurde hauptsächlich zu folgendem Zweck im Schutzraum im Garten des Hospitals installiert:

Um nach einer eventuellen Zerbombung der östlichen Hospital-Anbauten des Bunkers sowie der hohen Wohnhäuser an der Weserstraße im Falle einer in Folge eintretenden Verschüttung vorhandener Luftschächte von hier extern Luft anzusaugen bzw. abzustoßen.

Der verbunkerte Schutzraum ist noch heute vorhanden. Ebenfalls die beiden Schächte zwischen dem Bauwerk und dem Hochbunker. Auf dem Schutzraum befindet sich ein in den 1990er Jahren errichteter Pavillon, dessen Fundament dieser darstellt.

1972

1978

Der Bunker wurde erst nach dem Krieg während seiner Herrichtung und Überbauung mit dem ersichtlichen Krankenhausgebäude durch Mauerwerk verblendet.

2003

2005

2009

2006

Gegenüber des Bunkers direkt westlich die alte Ansgarischule, welche Ende 2010 abgerissen werden soll:

2010

Zusätzliche Öffnungen wurden an der Süd- und Westwand nach dem Krieg in den Bunker eingebracht. Das Bauwerk kann daher alles in allem noch heute als teilentfestigt gelten.

Nach einem Jahr Verzögerung wurde nun im Herbst 2011 (leider) die Ansgarischule abgebrochen. Am 26. Oktober um etwa 14.20 Uhr fiel die letzte Wand. Nun herrscht erstmals aus dieser Sichtschiene freier Blick auf den OP-Bunker:

2011

 

2014

Dieses Bild entstand nicht im Bunker, sondern im Altbau des Krankenhauses, an den der Hochbunker angesetzt wurde.

Das externe Betonbauwerk nordöstlich des Hochbunkers:

Vor der Außenwand befindlicher Ausstieg:

Vier nachträglich versiegelte Öffnungen an der Ostwand. Ursprünglich waren hier Stahlklappen installiert:

Eingang zum Schutzraum an der Westseite:

2016

2021

2020 und 2021 fand der Abriss des ehemaligen historischen Schwesternwohnheimgebäudes im Hof statt. Die obige damalige LS-Anlage bleibt aber weiterhin erhalten.

 

2016

Vielen Dank an Herrn Bramste für die folgenden drei Bilder!

Dies sind die noch heute vorhandenen LS-Klappenrahmen des Luftschutzkellers im südlichen Altbaubereich.

Im Herbst 2019 wurde die Fassede des ehemaligen Hospitals / Krankenhauses saniert. Auch der Bunker war zeitweise verhüllt.

2019

Stand 09/14: Im Herbst 2014 wird das Krankenhaus geschlossen aufgrund der Vereinigung mit dem RNK. Wir berichten zeitnah, was mit dem Bunker zukünftig geschieht...

Stand 10/14: Das Krankenhaus wird mitsamt Bunker zum 1. November 2014 aufgrund Vereinigung mit dem RNK (jetzt Klinikum Wilhelmshaven) stillgelegt...

Stand 08/19: Nachtrag - Mittlerweile ist im ehemaligen Krankenhausbereich ein Pflegeheim eröffnet worden.

Stand 09/21: Nachtrag - Das historische Gebäude des ehemaligen Schwesternwohnheimes im Innenhof ist (bereits) 2020 abgerissen worden.

Diese Seite ist Bestandteil der Präsenz

www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de