Der Bunker bei Google Earth: Hochbunker Sanderbusch bei Wilhelmshaven.kmz

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Vielen Dank an Herrn Peter Raddatz für die Unterstützung und Bereitstellung von Bildmaterial für diese Rubrik!

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1945

1978

Links auf dem Bunkerdach ist der Lüftungsturm zu erkennen...

Interessant: Im Kriegsmarinelazarett Gotenhafen (heute Gdingen) an der damaligen Stettiner Straße sollte Ende 1943 ein Lazarett-Hochbunker errichtet werden. Es gab zwei Planentwürfe (A und B). Der eine - A - sah einen nahezu baugleichen Hochbunker zu demjenigen im ehemaligen Kriegsmarinelazarett Kiel-Hassee an der Fröbelstraße vor (der dortige Bunker wurde gebaut und existiert - entfestigt - noch heute). Der andere Entwurf - B - wiederum sah einen nahezu baugleichen Bunker zu demjenigen hier im ehemaligen Kriegsmarinelazarett Sanderbusch vor. In Gotenhafen am dortigen Lazarett wurde allerdings das Bunkerbauvorhaben nicht mehr realisiert. Am Kriegsmarinelazarett Flensburg-Mürwik sollte ebenfalls ein Bunker - wohl annähernd baugleich zum Objekt in Sanderbusch (ein vorliegender Riss des Erdgeschosses gleicht dem des Bunkerplanentwurfes B Gotenhafen und somit nahezu dem Aufbau des Sanderbusch-Bunkers) - erbaut werden. Hier kam man nicht mehr über den Aushub für das Fundament hinaus. - Man kann also von einer (zumindest geplanten) Minibauserie bezüglich des Bunkers Sanderbusch zusammen mit den Vorhaben in Gotenhafen und Flensburg-Mürwik sprechen.

Der OP-Bunker (Lazarettbunker) in Bremen an der Georg-Gröning-Straße und derjenige in Danzig an der heutigen Jana Kochanowskiego / Kliniczna besitzen starke Bauartähnlichkeiten zu demjenigen in Kiel-Hassee an der Fröbelstraße. Die Bunker in Bremen und Danzig existieren noch heute, sind jedoch ebenfalls wie der Kieler Bunker entfestigt / teilentfestigt. Bei dem Bunker in Danzig dürfte es sich jedoch um ein Bauwerk der I. Welle handeln, während die anderen beiden Objekte im Rahmen von Bauwelle II ausgeführt wurden. Es handelt sich bei den Bunkern also um eine kleine Bauserie fast identischer OP-Bunker der Kriegsmarine.

2003

2005

Fotoserie 2006:

Diese Stahlbetonbrücke (welche zusammen mit dem Bunker errichtet wurde) an der Südostecke des Bunkers verbindet ihn mit dem Krankenhaus. Unter der Brücke befindet sich ein Durchfahrtstunnel. Hier befinden sich auf beiden Geschossen des darüber liegenden Gebäudes breite Spezialeingänge, um auch Krankenbetten in den Bunker rollen zu können. Auch an der Südwestecke des Bunkers existieren Spezialeingänge in den beiden Geschossen des Gebäudes zum Bunker. Auch dort befindet sich eine ähnliche zusammen mit dem Bunker angelegte Stahlbetonbrücke über einem Durchfahrtstunnel.

Obwohl der Bunker an der Nordseite einen Splitterschutzvorbau vor Eingang 1 besitzt, befindet sich an der Südseite vor Eingang 2 ein Splitterschutztunnel.

Auch hier befinden sich auf beiden Geschossen des ersichtlichen Gebäudes breite Spezialeingänge, um auch Krankenbetten in den Bunker rollen zu können. Es befindet sich auch hier eine zusammen mit dem Bunker angelegte Stahlbetonbrücke über einem Durchfahrtstunnel (links unter dem Bildrand nicht ersichtlich). Der Bunker zeigt an seiner Südseite einen etwas flacheren Bereich / siehe Dachkanten. Dieser Bereich wurde wohl speziell für die Verbindungen zum Krankenhaus derartig angelegt. Hier befindet sich in Ebene 1 auch der Splitterschutztunnel.

2006

DB-Nummer 2149: Eine kurz nach dem Krieg auf Order der Besatzer angebrachte Nummer für zur Demilitarisierung vorgesehene Bunkeranlagen. DB steht für "Disarmament Branch".

Der ersichtliche Vorbau stammt aus Nachkriegszeiten und beherbergt Filteranlagen.

Der ersichtliche Splitterschutzvorbau zeigt durchaus einige Parallelen zu denen der Kriegsmarine-Truppenbunker auf.

Der ersichtliche Dachsimsbereich zeigt Ähnlichkeiten zu demjenigen des Kriegsmarine-Truppenbunkers Artilleriestraße in Bremerhaven auf:

 

2009

Am 07.09.11 konnte von uns der ehemalige Kriegsmarine-OP-Hochbunker des Nordwest-Krankenhauses in Sanderbusch besichtigt werden. Die LS-Anlage für das frühere Marinekrankenhaus (Lazarett) in Sanderbusch wurde im "Kalten Krieg" ab den 1960er Jahren als Hilfskrankenhaus eingerichtet und ist noch heute theoretisch bedingt aktivierbar. Teile der Installationen sollen allerdings in den 1990er Jahren nach Ende des "Kalten Krieges" nach Russland (!) verkauft worden sein...

2011

Die komplette Fotoserie der Begehung finden Sie unter "Innenaufnahmen ausgewählter Luftschutzanlagen der Stadt" (auch Sanderbusch gehörte ab 1943 zum LS-Ort Wilhelmshaven).

Vielen Dank an Stefanie für die Bereitstellung der beiden folgenden Bilder:

2014

Hier ist gut der Lüftungsturm erkennbar.

2010

18.04.17:

Ein Teil der Fassade des ehemaligen OP-Bunkers vom Kriegsmarinelazarett Sanderbusch / heute NWK, soll umgestaltet werden. An der Ostwand soll ein Wandgemälde entstehen. Dazu wurden die dortigen ehemaligen Lüftungsschächte bereits dem Wandniveau angeglichen und neu verputzt. Demnächst werden die Gerüste aufgestellt. Wir berichten weiter.

08.05.17:

Der Beginn der Anbringung des Wandbildes am Hochbunker in Sanderbusch verzögert sich höchstwahrscheinlich bis Juli. Wir berichten weiter.

10.06.17:

Noch keine Vorbereitungen (Gerüst) für das Wandbild. Wir berichten weiter.

06.07.17:

Die östliche Bunkerwand ist für das Wandbild eingerüstet worden. Wir berichten zeitnah über den Fortschritt der Arbeiten.

Impressionen weiterer Gebäude des heutigen NWK.

29.07.17:

Die östliche Bunkerwand ist für das Wandbild nun grundiert worden. Wir berichten zeitnah über den Fortschritt der Arbeiten.

17.08.17:

Wendung bezüglich Bunkerwandbild: Das Gerüst ist (wohl auch aufgrund des wechselhaften Wetters ?) wieder abgebaut worden (!). Ist das Projekt lediglich verschoben worden? Wurde es ganz abgesagt? Die Grundierung wiederum lässt den Bereich des Bunkers fast "wie neu" wirken, wenngleich der Grauton "nicht ganz stimmt" und dafür einige ehemalige Luftschächte verputzt wurden. Wir berichten zeitnah bei jeder Entwicklung weiter.

23.09.17:

Die Bemalung des Bunkers hat begonnen. Sie erfolgt per Hubwagen. Aufgrund des schlechten Wetters war der Starttermin verschoben worden. Die erkennbaren Symbole an der Wand dienen als Orientierungshilfe für den Maler. Im Oktober soll das Wandbild fertig sein. Wir berichten zeitnah weiter.

29.09.17:

Das Wandbild am Bunker nimmt nun schnell Gestalt an. Wir berichten zeitnah weiter.

04.10.17:

Die Bemalung des Bunkers ist fast vollendet. Wir berichten zeitnah weiter.

07.10.17:

Die Bunkerwandbild ist vollendet. Vorgestern, am 5. Oktober, wurde es offiziell vom Künstler an das NWK übergeben.

2017

Diese Seite ist Bestandteil der Präsenz

www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de